Informationen

zu unserer Arbeit

  • Revision

    Der Motor einer jeden mechanischen Uhr ist ihr Uhrwerk. Ähnlich wie beim Auto ist es in gewissen Zeitabständen notwendig, das Uhrwerk zu warten bzw.zu revidieren.

    Aber was genau ist mit einer Revision gemeint? Geht es um ein bisschen Öl an den richtigen Stellen, damit die Uhr wieder funktioniert?

    Ein Uhrwerk besteht aus sehr vielen, mitunter aus mehreren hundert Einzelteilen. Diese Teile unterliegen natürlichem Verschleiß. Im Laufe der Zeit verschmutzen die Uhrwerke und das Öl oxidiert. Vermischt sich nun das Öl mit Verunreinigungen entsteht Abrieb.

    Wir empfehlen unseren Kunden, eine mechanische Uhr alle 4-5 Jahre revidieren zu lassen. Es erhält den Wert Ihrer Uhr und gewährleistet eine dauerhafte Funktion. Die empfohlen Revisionsintervalle mancher Hersteller können ggf. abweichen und zum Teil deutlich unter unserer Empfehlung liegen.

    Eine fachlich korrekt ausgeführte Revision umfasst folgende Arbeitsschritte:

    • Eingangskontrolle der Uhr
    • Ausschalen des Uhrwerkes
    • Abheben von Zeigern und Zifferblatt
    • Demontage des Uhrwerkes
    • Reinigung aller Werkteile
    • Kontrolle aller Teile ggf. Ersatz defekter Teile
    • Montage des Uhrwerkes
    • Ölen und fetten mit spez. Uhrenölen und Uhrenfetten nach Herstellerangaben
    • Funktionsprüfung des Werkes & aller Werkteile
    • Reinigung von Band und Gehäuse - ggf. Aufarbeitung
    • Einschalen des Werkes
    • Gang einstellen und regulieren
    • ggf. Herstellung der Wasserdichtigkeit
    • Kontrolle durch den Uhrmacher
    • Endkontrolle durch den Werkstattleiter mit Prüfzertifikat
  • Teilarbeiten

    Nicht immer ist eine komplette Revision notwendig.

    Sie erhalten bei uns eine fachlich kompetente und faire Beratung.

    Selbstverständlich zeigen wir Ihnen alle notwendigen Arbeiten auf. Welche Arbeiten letztendlich ausgeführt werden, sprechen wir gerne mit Ihnen ab.

    In vielen Fällen sind Teilreparaturen notwendig:

    • Werktausch bei Quarzuhren
    • Ersatz von Krone und Welle
    • Glastausch
    • Ersatz von Dichtungen (Bodendichtung, Glasdichtung,Tubusdichtung, Kronendichtung)
    • Zeiger aufsetzen
    • Index oder Zahl auf Zifferblatt befestigen
    • Federsteg ersetzen
    • Batterie ersetzen
    • Wasserdichtheitsprüfung
    • Armbandwechsel
    • Aufarbeitung von Gehäuse und Metallband
    • usw.
  • Wasserdichtigkeit

    Informationen zur Wasserdichtheit von Armbanduhren (DIN-Norm 8310) Wasserdichtigkeit von Armbanduhren ist keine bleibende Eigenschaft. Es ist auch nicht möglich, für jede vormals wasserdichte Uhr auch nach Jahren wieder eine Wasserdichtigkeit herzustellen.

    Die Wasserdichtigkeit hängt von vielen Faktoren ab. Es gibt verschiedene sensible Bereiche einer Armbanduhr an denen schon leichte Beschädigungen die Wasserdichtigkeit negativ beeinflussen können. Stöße, starke Temperaturschwankungen oder Kontakte mit Chemikalien können die physikalischen Eigenschaften Ihrer Uhr und somit die Wasserdichtigkeit verhindern.

    Zu den sensiblen Bereichen gehören der Gehäuseboden, das Glas, der Tubus, die Krone und die Drücker. Diese Bereiche werden in der Regel jeweils mit Dichtungen wasserdicht verschlossen. Dichtungen müssen elastisch sein und werden in der Regel mit einem Silikonfilm belegt. Sie unterliegen einem natürlichen Verschleiß, so dass die Wasserdichtigkeit trotz sorgfältigster Behandlung der Uhr im Laufe der Zeit nachlassen kann.

    Wir als Fachwerkstatt für Uhren empfehlen Ihnen Ihre Uhr jährlich auf Wasserdichtigkeit überprüfen zu lassen. Das Eindringen von Wasser oder Feuchtigkeit kann sehr teure oder irreparable Schäden durch Korrosion verursachen.

    Die DIN-Norm 8310/ISO 228 regelt die Kriterien für die Wasserdichtigkeit von Uhren:

    Beim Schwimmen und Springen ins Wasser kann kurzfristig durchaus ein größerer Druck als der garantierte Prüfdruck auf die Uhr entstehen.

    Auf Wasserdichtigkeit besteht grundsätzlich keine Garantie.

  • Batteriewechsel

    "Das Tauschen der Batterie ist doch einfach" - "dauert ja nicht lange" - "das kann doch jeder".

    Auch bei einer scheinbar einfachen Tätigkeit wie dem Batteriewechsel ist einiges zu beachten:

    Nur mit dem passenden Werkzeug wird eine Uhr fachgerecht geöffnet und wieder verschlossen, und zwar ohne das Gehäuse zu verkratzen oder zu beschädigen.

    Beim eigentlichen Wechsel der Zelle sollte man sich auch mit dem Uhrwerk auskennen - häufig besuchen uns Kunden, weil das Uhrwerk durch einen unsachgemäßen Batteriewechsel beschädigt und zum Teil irreparabel zerstört wurde.

    Bei jedem Öffnen einer Uhr kann eine vormals wasserdichte Uhr diese Eigenschaft verlieren. Deshalb ist ein sorgfältiger Umgang mit Ihrer Uhr für uns selbstverständlich.

    Sie können sicher sein, dass unsere Uhrmacher Ihr Handwerk verstehen. Sie können uns jederzeit zu unseren Öffnungszeiten besuchen - wir führen den Batteriewechsel in der Regel sofort aus.

  • Aufarbeitung

    "Eine Armbanduhr will getragen werden!" Und genau das hinterlässt Spuren.

    Kratzer, tiefe Macken und Verunreinigungen lassen Uhren ihren Glanz verlieren. Aber die Uhr deswegen nicht tragen und sie in den Tresor legen? NEIN!

    Hässliche Kratzer entstehen durch normales Trageverhalten und lassen sich kaum vermeiden.

    Mit unserem modernen Maschinenpark arbeiten wir Ihre Uhren wieder auf! Mit Hilfe von Poliermotoren, Sandstrahlgeräten, Drehbänken und Schmirgellatten lassen unsere Uhrmacher Ihre Uhr wieder in neuem Glanz erstrahlen.

  • Prüfzyklus

    Nach einer Revision durchläuft eine Uhr in unserer Werkstatt verschiedene Prüfzyklen.

    Je nach verbautem Werk oder Art der Uhr werden unterschiedliche Prüfprogramme gewählt. So hat eine Wanduhr andere Anforderungen als eine hochwertige mechanische Armbanduhr.

    ENDKONTROLLE ARMBANDUHREN

    Wasserdichte Uhren werden mithilfe von Über- und Unterdruckprüfungen auf die Eigenschaft Wasserdichtheit überprüft. Das Ergebnis dieser Prüfung wird in einem Prüfprotokoll belegt.

    Nach einer Revision wird eine Armbanduhr wieder einjustiert. Dabei wird die Uhr so genau wie möglich eingestellt. Da eine Uhr aber von äußeren Einflüssen gestört wird (Magnetismus,Temperatur, Stöße, Lage der Uhr, usw.) ist es unmöglich, einen perfekten Gang einer Uhr zu erreichen. Eine mechanische Armbanduhr wird immer "so gut wie möglich" einreguliert. Hierfür gibt es gewisse Parameter und Vorgaben der Hersteller, um den Gang einer Uhr als Gut zu bewerten und Norm gemäß einzustellen.

    Wir regulieren und kontrollieren eine Uhr mit Hilfe einer Zeitwaage. Hier wird der Zustand bzw. die wichtigen Parameter wie Ganggenauigkeit, Amplitude oder Symetriefehler eines Uhrwerkes angezeigt.

    Nach erfolgter Reglage wird die Uhr über eine Woche kontrolliert. Etwaige Gangabweichungen werden schriftlich protokolliert. Nach der Gangkontrolle wird eine Ablaufkontrolle durchgeführt. Hier überprüfen wir, ob die Uhr ausreichend Gangreserve hat.

    Zusätzlich werden noch alle weiteren Funktionen der Uhr und der optische Eindruck überprüft und dokumentiert.

    ENDKONTROLLE GROSSUHREN

    Anders als bei Armbanduhren haben wir im Großuhrbereich keinen "Computer" der uns die Daten über Ganggenauigkeit oder anderer Parameter liefert. Hier erfolgt die Endkontrolle manuell und dauert dementsprechend länger. Es kann mitunter einige Wochen in Anspruch nehmen, bis die Uhr einreguliert und ausreichend kontrolliert wurde.

    Neben der Ganggenauigkeit ist bei Großuhren die Einstellung des Schlagwerkes ein wichtiger Punkt, der natürlich einer Kontrolle bedarf.

Öffnungszeiten Reparaturannahme:

Mo. - Fr.
10 – 13 und 14 – 18 Uhr
Mi. nachm. geschlossen
Sa. 10 – 14 Uhr

Zeitschmiede
Uhrenatelier Ludwig
Brunnenstraße 21a
31812 Bad Pyrmont

  • 05281 - 61 55 4 55

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